Heimatabend Bochum

Meest recente uitzending
Datum
Zo 10 maart 2019
Tijd
12:15 tot 13:00
Genre
Reportage
Jaar
2013
Regisseur
Frank Bürgin, Jens Tampier
Deel-url
gids.tv/21953072

Bochum ist seit jeher eine Malocherstadt. Kohle und Eisen bildeten viele Jahrzehnte lang die entscheidenden Träger der Wirtschaft.

Anfang der 1950er Jahre bietet der Bergbau Arbeit und die Einwohnerzahl steigt rasant. Gleichzeitig feiern die Bochumer gern – bei großen Stadtparkfesten kommen 250.000 Besucher. "Bochum, ich komm' aus dir, Bochum, ich häng' an dir...", singt Herbert Grönemeyer über seinen Heimatort.

Für die meisten Bochumer ist es die Liebeserklärung an ihre Stadt. Doch die große Bergbaukrise im Ruhrgebiet trifft auch Bochum hart.

Die Stadt reagiert aber schnell. Schon 1959 beschließt man die Stilllegung der Schachtanlagen und schafft neue Arbeitsplätze.

Damit sind sie in Bochum schon weiter als in vielen Nachbarstädten. Während der Horizont des Ruhrgebiets noch von Fördertürmen gesäumt ist, stellt sich Bochum dem Strukturwandel, immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, und das mit Erfolg.

Der Opel-Konzern entscheidet sich für Bochum als Standort für ein neues Werk. Das ist der Start für den großen Aufschwung.

Bald laufen täglich fast 2.000 Autos vom Band. Opel wird zum größten Arbeitgeber.

Eben noch die Schippe in der Hand und im nächsten Moment schon den Fuß auf dem Gaspedal. Darauf sind sie Bochumer stolz. "'Ich bin Opelaner' hat immer bedeutet: Ich habe einen sicheren Beruf, ich kann meine Familie ernähren", weiß Kabarettistin Esther Münch.

Doch damit gibt sich die Stadt nicht zufrieden. Seit 1965 ist Bochum auch Universitätsstadt.

Oberbürgermeister Fritz Heinemann ist damals schon klar, dass es mit einem Opelwerk nicht getan ist: "Bochum ist mit dem heutigen Tag Universitätsstadt geworden. Eine Universitätsstadt, in der sich die Welt der Arbeit mit der Welt des Geistes findet." Der Wandel ist in der ganzen Stadt zu spüren, denn es gibt einen neuen Magneten. Die Ruhr-Universität in Querenburg wächst schnell. 1972 sind es bereits 18.000 Studenten. Die Stadt zeigt sich fortschrittlich und verliert nach und nach ihr graues Kohle-Image. Man fördert die Kultur, feiert im Schauspielhaus unter Peter Zadek, in der Innenstadt im Kneipen- und Ausgehviertel Bermuda-Dreieck und beim Starlight Express. "Heimatabend Bochum" führt den Zuschauer an zeitgeschichtlich bedeutende Orte. Über Bergbausiedlungen, Deutschlands damals modernstes Stadtbad, vorbei an Opel-Werk, Planetarium und Universität. Für ein Konzert hinein in die Ruhrlandhalle und zum Fußballgucken ins Stadion des VfL Bochum. Mithilfe vieler persönlicher Erinnerungen erzählt der Film die Geschichte der wandlungsfähigsten Stadt des Ruhrgebiets. Politiker Heinz Hossiep geht es so wie den meisten Bochumern: "Wenn ich heute höre, dass Grönemeyer 'Bochum' singt, freue ich mich, bin ich stolz... und es berührt mich, ja." Mit den Bochumern: Heinz Hossiep, Elli Altegoer, Hans-Georg Kerch, Hermann Gerland, Esther Münch. Sprecher: Frank Goosen

Meer op tv: Telstar op tv , Samenvatting op tv en Napoli op tv